Kunst - Malerei- Pastelle - Graphik von Barbara Tucholke
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Ein Lebenswerk der Grafikerin und Malerin Barbara Tucholke

alle Bilder können auch käuflich erworben werden, eine Preisliste folgt noch


Auszug aus der Zeitschrift "Bernau kompakt" von der Augusta Presse Stand: November 2017




Kätzchen, die verzücken!

Alter schützt vor Erotik nicht! Das beweist eine vielfach gefragte     Künstlerin, die sich das idyllische Bernau als „Alterssitz“ herausgesucht hat. Man trifft Barbara Tucholke jetzt in ihren lichtdurchfluteten Erdgeschoss-Räumen in einer modernen Wohnanlage, die Exklusivität und Bauhaus-Geradlinigkeit vereint. So mitten im Herzen von Bernau fühlt sich die Künstlerin wohl, die sich früher den Reizen des alten Berlins verschrieben hat.


 



Berlin aus Froschperspektive

Dort war sie bis zur Wende durch ihre speziellen „Berlin-Ansichten“ ein Begriff. Sie malte, auf einem kleinen Hocker sitzend, die vom Zahn der Zeit gezeichneten Wohnhäuser der DDR-Metropole auf ihre ganz eigene Art. Ihre spezielle Froschperspektive schuf Bauwerke, die im Himmel auseinanderzustreben schienen, während ihre Fassaden vom Verfall zeugten. Ihre Wohn­gebäude waren immer menschenleer. Oft sind sie von Zeugnissen der Bewohner, wie etwa Mülltonnen, eingerahmt. „Leider habe ich von den meisten dieser Bilder nur noch Fotografien. Ein Sammler aus England hat mir die Originale größtenteils abgekauft, weil er für sich das alte Berlin bewahren wollte. Wie man heute sieht, war das sehr weitsichtig, weil mittlerweile selbst damals verfallende Quartiere wie das Scheunenviertel nicht mehr wiederzuerkennen sind“, resümiert die Künstlerin.


Spielen in der Steinwerkstatt

Barbara Tucholke stammt aus einer hochkarätigen Künstlerfamilie. Sie wurde 1939 in Dresden geboren. Ihr Vater war der hochangesehene Bildhauer Werner Hempel. Dieser war erheblich an der Rekonstruktion der im Krieg zerstörten barocken Kunstwerke beteiligt. Ab 1946 war er maßgeblich für den Wiederaufbau der weltberühmten Wahrzeichen der Stadt wie Zwinger und Hofkirche aktiv. Zudem geht die Wiederherstellung der Plastiken im „Großen Garten“ auf ihn zurück. „Wir sprangen als Kinder über die Steine in seinem Atelier. Ich wundere mich noch heute, dass uns dies erlaubt wurde“, denkt Barbara Tucholke zurück.


 Mit 18 Jahren nach Berlin

Trotz schöner Kindheit ging sie mit 18 aus Dresden weg, um in Berlin-Weißensee Kunst zu studieren. Dort lernte sie den Grafiker Dieter Tucholke kennen. Aus der Studien­bekanntschaft wurde die große Liebe: „Er meinte damals, dass ich für den Beruf des Plastikers viel zu flapsig bin. Deshalb bewarb ich mich fürs Grafik-Studium.“ Noch während dieser Zeit kamen 1959 und 1962 die beiden Töchter Annette Tucholke und Julia Tucholke auf die Welt. „Das führte zu vielen Schwierigkeiten, denn es war nicht vorgesehen, dass Studentinnen schwanger werden.“

 



Neue Liebe

Der Beruf brachte sie 1967 zu „Neue Berliner Illustrierte“, wo sie für Layout und Gestaltung zuständig war. Ganz nebenbei zeigte sie sich für Kollegenreize empfänglich. Daraus wurde die Ehe mit dem damaligen Berufskollegen Gerhardt Schmidt.
1988 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit als freie Künstlerin. „Mein Mann verdiente genug für den Unterhalt der Familie. Dennoch war es für mich als in der DDR aufgewachsene Frau schwer, mich von jemandem wirtschaftlich abhängig zu machen.“
In dieser Zeit entstanden die Berlin-Ansichten, die zu einem ihrer künstlerischen Markenzeichen wurden. „Ich malte in Öl, entdeckte aber immer mehr den Reiz von Pastell. Dafür entwickelte ich eine eigene Technik!“


Computer macht sexy

Nach der Wende packte sie der Reiz an der bisher unbekannten Computertechnik. Daran knüpft sie in ihrer neuen Heimat Bernau an: Sie „malt“ als „Alterswerk“ Bilder per Computer. Dabei sind die Motive vielfach erotischer Natur. So zeigen Frauenakte ebenso ihre sehr spezielle Handschrift wie Katzenbilder. Für letztere steht die imposante Mit­bewohnerin „Frieda“ gerne Modell und zeigt stolz ihre Samtpfötchen.
Oftmals vermischen sich Motive aus Mensch und Tier, was durchaus reizvolle Ergebnisse mit sich bringt. „Ich würde gerne in Bernau ausstellen, doch hier hat mich noch niemand entdeckt“, bedauert sie ein wenig.
Dies dürfte sich bestimmt bald ändern, denn als nächstes hat sie sich vorgenommen, mit Stift und Malutensilien durch die neue Heimat zu gehen, um die Bewohner alsbald mit „Bernauer Ansichten“ zu überraschen!
Beide Töchter von Barbara Tucholke haben die Lust an der Kunst geerbt. Annette Tucholke ist Bildhauerin, ganz wie der Opa. Ihr „offenes Atelier“ bei Angermünde stellt einen beliebten Ausflugsort dar. Julia Tucholke hat die Freude am Malen übernommen. Daneben überzeugt sie im Ahrens­felder Ortsteil Elisenau mit Perlenkunst.
Den beiden Töchtern ist es zu „verdanken“, dass Bernau mit Barbara Tucholke seit Kurzem eine so prägnante Mitbürgerin hat: „Wir wollten näher zusammen sein. Nach Berlin, wo wir immer in der Gegend um die Leipziger Straße und den Alex gewohnt haben, wollten sie nicht mehr gern kommen, schon weil man da nie einen Parkplatz findet“, begründet dies Barbara Tucholke.
Mal sehen, ob das im ungewöhnlich schnell wachsenden Bernau nicht ebenfalls bald zu einem Problem wird! Dann würde man sich freuen, die Stadt, wie sie heute ist, als „Bernauer Ansichten“ aus der Hand von Barbara Tucholke zu erhalten!






 

 

Mauerbilder nach der Wende 1989 in Berlin


"Zwischen den Mauern" Berlin 1990 verkauft 78 x 58 cm WV73

 

 

"Mauern in Kreuzberg V" Berlin 1990 Oelmalerei  89,5 x 63 cm  WV63



Mauerdurchbruch 1989 verkauft Ölpastell 29,3 x 22,2 WV 8



"MauerlochVI" Ölmalerei 1990 Kreuzberg Berlin WV64 60,5 x 85,5 cm verkauft



"Mauerkreuz" Berlin Kreuzberg 1990 WV65 75,5 x 95,5 cm



"Mauer in Kreuzberg II" Pastellmalerei 1990 64,9 x 50 cm WV24


 

"Mauer in Kreuzberg I" 1990 48 x 63 cm Kohlezeichnung WV23


"Mauerloch Kreuzberg IV" 1990 Kohlezeichnung  57,4 x 81,2 cm WV30

 

Mauer in Kreuzberg III 1990 WV 25 50 x 65 Kohlezeichnung